Täuschung beim Vaterschaftstest mündete in empfindlichen Geldstrafen

Und wieder wurde es versucht: Zur DNA-Analyse für die Abstammungsuntersuchung ist jemand anderes geschickt in der Hoffnung, dass der Vaterschaftstest negativ ausfällt.

Es geschah im September 2013 in Berlin. Statt Omar O. (28) ging sein 5 Jahre jüngeren Bruder Mohammed zur Untersuchung und gab seine Speichelprobe ab.

Der untersuchende Arzt wurde jedoch misstrauisch, da es von den 15 untersuchten Markern immerhin 4 Treffer gab. Eindeutig zu wenig für eine nachzuweisende Vaterschaft. Jedoch lag die Vermutung nahe, dass es sich um einen nahen Verwandten des Vaters handeln musste. So viel Zufall machte den Arzt stutzig und er teilte diesen Verdacht der Familienrichterin mit und bat die Mutter, sich das Foto, das während der Probenabgabe gemacht wurde, genau anzuschauen. Darauf erkannte diese natürlich den Bruder des wahrscheinlichen Vaters.

Beim zweiten Test mit dem älteren Bruder wurde die Vaterschaft schließlich mit 99,99999 Prozent bestätigt.

Nun mussten sich die beiden Brüder vor dem Berliner Amtsgericht verantworten und wurden wegen des Betrugs zur Zahlung von Geldstrafen verurteilt. Omar zu 2.250 Euro (150 Tagessätze zu 15 Euro) und Mohammed zu 1.800 Euro. Der Befragung nach war Mohammed der Anstifter und hat den Test ohne Wissen des Bruders durchgeführt. Dennoch ist die Strafe für Omar höher, da dieser bereits 13 Eintragungen in seinem Strafregister hat.

Es ging Omar dem Vernehmen nach auch nicht um die Unterhaltszahlungen, da dieser ohnehin Hartz-IV-Empfänger ist. Jedoch fühlte er sich von der Mutter hintergangen, die Beziehung wurde längst beendet und sie war auch zu keinem Gespräch mehr bereit.


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