FAQ - Häufige Fragen

Wo und wie kann man einen Vaterschaftstest machen lassen?

An wen muss man sich wenden und welche Möglichkeiten hat man, die Abstammung über einen DNA-Vaterschaftstest prüfen zu lassen.

Jeder, der in die Situation kommt, die Abstammungs­verhältnisse zu klären - egal ob Mann, Frau oder auch Kind - wird sich zunächst überlegen, wo man einen möglichst günstigen, schnellen, sicheren und zuverlässigen Vaterschaftstest machen kann bzw. wer so einen Vaterschaftstest macht.

Dabei gibt es verschiedene Ansatzpunkte bzw. Voraussetzungen, welche wir im Folgenden aufführen möchten:

  • Soll der Vaterschaftstest heimlich gemacht werden?
    Die Motivation dahinter ist meist, dass man für sich selbst eine Sicherheit haben möchte, bevor man den Familienfrieden unnötig stört. Vor Gericht haben diese heimlichen Vaterschaftstests ohnehin keine Relevanz. Zudem zieht man sich die Gefahr einer Geldbuße bis 5.000 Euro zu, da der Gesetzgeber einige Hürden, wie z.B. die authorisierte Probennahme und das schriftliche Einverständnis aller Beteiligten, eingebaut hat. Wer diesen Gesetzesbruch wirklich risikieren möchte, muss sich bei einem Anbieter im Ausland kundig machen, welche diesen rechtlichen Umstand in Deutschland für sich nutzen. Die deutschen Labore und Anbieter setzen sich der Gefahr einer noch höheren Geldbuße sowie den Entzug ihrer Zulassung nicht aus.
  • Soll der Test nur privat und zunächst ohne gerichtliche Relevanz gemacht werden?
    Wenn sich die Beteiligten (Mutter und Vater sowie das im minderjährigen Fall bevormundete Kind) einig sind, dass sie diesen Test machen wollen, kann zunächst ein privater Vaterschaftstest durchgeführt werden. Privat bedeutet hier, dass kein Gericht eingeschaltet wird und im Regelfall auch kein aufwändiges Vaterschaftsgutachten erstellt wird. Dennoch muss die Probennahme laut deutschem Recht von einer neutralen dritten Person (Arzt, Mitarbeiter Jugendamt oder Gesundheitsamt, Labormitarbeiter) durchgeführt und dokumentiert werden, welche die Proben anschließend dem Labor übersendet oder übergibt.

    Dies schreibt das deutsche Gendiagnostikgesetz vor, an welches sich die deutschen Labore und Anbieter halten müssen. Ihr Vorteil dabei ist jedoch, dass im Falle einer späteren Hinzuziehung des Gerichts meist kein erneuter Test durchgeführt werden muss und Sie dann nicht doppelt zahlen müssen. Der zuständige Richter hat jedoch die Beweismittelfreiheit, so dass er einen erneuten Test von einem anderen Labor beauftragen kann wenn er Zweifel hat.
  • Soll die Vaterschaft gerichtlich geklärt werden?
    Wer die Vaterschaftsverhältnisse gleich oder nach Nutzung der vorherigen Varianten nun über den Rechtsweg klären möchte, dem sei aufgrund der rechtlichen Fallstricke und der Tragweite dringend der Gang zu einem für Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu empfehlen. Dieser wird dann die entsprechende Vaterschaftsklage bei Gericht einreichen. Der Richter wird dann als Beweismittel einen DNA-Vaterschaftstest veranlassen. Er kann auch einen bereits durchgeführten berücksichtigen, hat jedoch die Beweismittelfreiheit und muss diesen nicht anerkennen. Entsprechend dem Ergebnis des Abstammungsgutachtens wird dann das Urteil gefällt.


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